Es bleibt weiterhin unser Herzenswunsch und der von 51,04 % der WählerInnen:

der Erhalt unserer Platanen, die Verschönerung des Marktplatzes, die Aufwertung des Brunnens, der Verzicht auf unnötige Bodenverdichtung mit langer Bauzeit und hohen Risiken.

Das Bürgerbegehren mit mehr als doppelt soviel Stimmen gewonnen, den Bürgerentscheid gegen 4 Parteien (CDU, FWG, FDP, SPD) mit 51,04% zu 48,96% gewonnen und dann doch am Quorum gescheitert (zu wenig Wähler). Ja, das tat weh! Und trotzdem sind wir ein wenig Stolz darauf, dass wir zeigen konnten, die Mehrheit der Wähler denkt anders als der Rat.
Vielen Dank an alle Wähler, Sponsoren und Helfer!

Noch heute erreichen uns fast täglich Zuspruch, Hinweise und Ideen – ganz herzlichen Dank dafür!

Der Klimawandel ist längst da. Dieser Sommer hat uns einen Vorgeschmack darauf gegeben.
Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des deutschen Städte- und Gemeindebundes, mahnte am 04.08. die Städte an, mehr hitzeverträgliches Grün in den Städten anzusiedeln, um die aufgeheizten Innenstädte zu “kühlen”.

Vorausschauend finden wir und blicken auf die 4 alten Platanen, die die Sommerdürre ohne sichtliche Schäden aushalten. Stolz könnte man als “Klimastadt” sein und sich glücklich schätzen – theoretisch, aber …

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Fortschritt ohne sinnlosen Kahlschlag!
Unser Markt hat Charakter – so soll es bleiben!

 

Wir schätzen Atmosphäre + Mehrwert der Bäume
die eine Neuanpflanzung selbst in 10 Jahren nicht erreicht!

Wir wollen den Flair des Platzes, den Mehrwert der Platanen, den Standort des Pütt-Brunnens integriert wissen und keine unnötige Verdichtung mit tiefem Bodenaushub. Gutachten, Expertenmeinungen, aktueller Ist-Zustand – alles spricht dafür bzw. nichts dagegen. Weder Platanen noch Pütt verhindern eine Aufwertung des Platzes oder eine Durchführung von ev. Reparaturen.

Seit 1898 prägen Großbäume mit ausladenden Kronen den Marktplatz. Zwischenzeitlich wurden diese dann mit den heutigen Platanen ersetzt. Sie stehen in den „Vorgärten“ der Häuserreihe und prägen das historisch bedingte Stadtbild. Sie geben unserem Marktplatz ein einzigartiges Gesicht und uns Menschen bieten sie einen enormen Mehrwert. Sie beschatten und kühlen in der heißen Sommerzeit und schützen uns vor Feinstaub. Keine Neuanpflanzung kann dies in diesem Umfang erreichen, schon gar nicht die angedachte Pflanzung mit säulenartigem Wuchs.
Photografien Matthias Gödde, Beckum

 

HISTORIE BECKUMER MARKTPLATZ

 

1898

1903

1907

1910

um 1910

1915

1919

1936

vor 1937

nach 1937

1942

um 1950

um 1955

Platanen & Pütt stehen einer Modernisierung nicht im Weg

Unsere Argumente

Baumgutachten

Bodengutachten

Stellungnahme Stadtplanung

BÄUME
  • Die Platanen sind gesund + sicher (Gutachten ARBON, S. 22-24)
  • “Spezielle Wohlfahrtswirkung der Bäume“ (Zitat Gutachten ARBON, S. 21)
  • Bescheinigte „Schattenspende, Luftbefeuchtung, Staubfilterung, (gefühlte) Lärmminderung + Kühlung“ (Zitat Gutachten ARBON, S. 21)
  • Sorgen für Wohlfühlqualität im Stadtzentrum und sind markantes Alleinstellungsmerkmal – sie unterstützen die Geschäftsleute vor Ort
  • Regenschutz bei Veranstaltungen
  • Schattierung mit angenehmen Klima (im Gegensatz zu Sonnenschirmlandschaft mit Hitzestau)
  • Die geneigte Wuchsform entspricht dem Standort
  • Kräftiges Wurzelwerk gibt den Bäumen Standfestigkeit
  • Platanen sind verbreitete Stadtbäume – ihr Wurzelwerk verbleibt im Erdbereich
  • Eine Wurzelbrücke ist nicht nötig bei der aktuellen Belastung (siehe Pflasterung + Bodenverdichtung) des Marktplatzes
  • „Nur große Bäume sind den negativen Einflüssen (Hitze, Hundeurin, Salz, Bodenverdichtung, Vandalismus …) gewachsen. Junge Bäume in üblicher Pflanzgröße haben keine reelle Chance (vergleiche den Zustand der Jungbäume im Umfeld des Marktplatzes).“ (Zitat Gutachten ARBON, S. 30)
  • „Aus sachverständiger Sicht überwiegen die Argumente für den Erhalt der Bäume“ (Zitat Gutachten ARBON, S. 30)
  • Eine Wurzelbrücke ist nicht nötig – Empfehlung zur Lebensraumverbesserung des Gutachters enthält keine Wurzelbrücke (Gutachten ARBON, S. 30)
  • Geringer Platzverbrauch an Bodenfläche mit erheblichen Mehrwert gegenüber Neupflanzungen

Gutachten: Link Download

VERSORGUNGSLEITUNGEN
  • Alle Zu- und Ableitungen (Wasser, Strom etc.) sind nicht durch das Wurzelwerk betroffen – nach Auskunft aller Versorger. Bei der geplanten Variante 3 müssen aufgrund der geplanten höheren Bodenverdichtung … (siehe Pflasterung + Bodenverdichtung) neue Versorgungsleitungen verlegt werden – mit erheblichen Kosten.
  • Die vorhandene Kanalisation ist intakt. Nach Auskunft der Verwaltung (PDF zum Download) muss der Mischwasserkanal aus bautechnischen und hydraulischen Gründen erst mittelfristig erneuert werden. Die Grundstücksentwässerungsleitungen benötigen auch erst mittelfristig eine Sanierung (im Inliner-Verfahren).
  • Es wurden bis dato keine Schäden an Versorgungsleitungen, Hauswänden etc. bei der Stadt durch die Hauseigentümer angezeigt und Ansprüche geltend gemacht.
KOSTEN
  • „Es entstehen durch den Verbleib der Bäume keine unmittelbaren Kosten. Als Folgekosten fallen jährlich für die Pflege der Platanen rund 500 EUR an.“ – Kostenschätzung der Verwaltung Beckum, nachzulesen auf der Unterschriftenliste
  • „Falls der Umbau mit einer der bisherigen Planungsvarianten mit Erhalt der Platanen erfolgen soll, entstünden dadurch gegenüber der Planung mit Ersatzpflanzungen geschätzte Mehrkosten von rund 190.000 EUR.“ – Kostenschätzung der Verwaltung Beckum, nachzulesen auf der Unterschriftenliste Dazu wir: Wir fordern keine der bisherigen Planungsvarianten! Wir fordern keine Wurzelbrücke!190.000 EUR Kosten entstehen nur bei (im Gutachten nicht geforderten) „Wurzelbrücken“! Auch dieser Betrag könnte mit 70% gefördert werden. Eine Wurzelbrücke wäre nur nötig bei extremer Bodenverdichtung für mehr Tragkraft (siehe Fakt „Pflasterung + Bodenverdichtung“)
  • Durch unser Begehren entstehen also so gut wie keine Kosten durch die Bäume!
BARRIEREFREIHEIT
  • Dies gilt für den gegenwärtigen Zustand des Marktplatzes schon jetzt
  • Ausnahme: äußere Umrandung des Püttbrunnens – eine Umgestaltung wird befürwortet
  • Barrierefreie Gestaltung für den Erhalt der Förderungssumme bedeutet nicht zwangsläufig die Fällung der Bäume
  • Gestaltungsvorschläge und Umsetzungen, welche die Barrierefreiheit des Platzes verbessern sind gewünscht – sie werden durch den Erhalt von Bäume und Brunnen nicht verhindert.
BRUNNEN
  • Er gliedert an seinem Standort den Marktplatz.
  • Eine optische Aufwertung wird befürwortet.
  • Eine barrierefreie Umrandung ist gewünscht und auch am aktuellen Standort möglich.
  • Der Brunnen ist ein beliebtes Fotomotiv für Touristen und Einwohner – eines der wenigen marketingrelevanten Symbole in der Innenstadt.
  • Sein aktueller Standort beeinträchtigt eventuell aber nicht maßgeblich Großveranstaltungen an 2 Pütt-Tagen und 3 Karnevalstagen. Der Beckumer Sommer und die Eisbahn füllen den aktuellen Marktplatz nicht einmal. Sinnvoll wäre die Lebensqualität der restl. 360 Tage im Jahr zu berücksichtigen.
PFLASTERUNG + BODENVERDICHTUNG
  • Eine Neupflasterung ist nicht nötig – angezeigte Reparaturen hingegen sinnvoll
  • Wofür mehr Traglast? Die Verwaltung plant eine viel höhere Traglast inkl. Bodenverdichtung, obwohl alle bisherigen Belastungen (Markt, Pütt-Tage, Bühne, Eisbahn etc.) abgedeckt sind. (Kostennote Neupflasterung mit Bodenarbeiten fast 900.000 EUR)
  • Eine Bodenverdichtung ist riskant – das Regenwasser kann nicht mehr versickern, muss komplett abgeführt werden und trägt zur Belastung der Kläranlage bei, deren Grenze in akuten Situationen nicht viel Spielraum hat. (Als Privatperson werden ihnen bei Flächenversieglungen Steuern auferlegt!)
  • Nur aufgrund der mit Variante 3 geplanten Bodenverdichtung für mehr Traglast hätten die Bäume eine Wurzelbrücke benötigt. Für die aktuelle Traglast benötigen die Bäume keine Wurzelbrücke. Die Empfehlung zur Lebensraumverbesserung des Gutachters enthält keine Wurzelbrücke (Gutachten ARBON, S. 30).
  • Gedanken zum Bodengutachten von Norbert Lütke 

Bodengutachten: Link Download

ARCHÄOLOGISCHE FUNDE
  • Herr Dr. Christoph Grünewald, LWL-Archäologie für Westfalen, empfiehlt Eingriffe in das Bodendenkmal so gering wie möglich zu halten. Prinzipiell seien diese abzulehnen. Die Bereiche des geplanten Brunnen- und Fontänenfeldes seien mit größeren Untersuchungen verbunden. Die Bäume sollen verbleiben, ansonsten würde durch das Ausfräsen der Wurzeln das Bodendenkmal an Substanz verlieren.
  • Die geplante Variante beinhaltet tiefgreifende Baumaßnahmen mit Fällung der Bäume und Neuverlegung der Versorgungsleitungen von oben. Wobei die neuen Versorgungsleitungen nur aufgrund der vorgesehenen höheren Traglast ausgetauscht werden, nicht weil sie defekt sind. Die Wahrscheinlichkeit der Funde steigt durch die umfassenden Baummaßnahmen der geplante Variante!
  • Mehr Kosten + längere Bauzeit durch archäologische Untersuchungen und Bergungen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

EIGENTUMSVERHÄLTNIS
  • Eigentumsverhältnisse können die geplante Variante zu Fall bringen. Die Förderung ist an den eingereichten Vertrag und ein Zeitfenster der Umsetzung gebunden, siehe Aussagen Dr. Karl-Uwe Strothmann in der öffentlichen Ratssitzung. Die Bäume / Flächen befinden sich nicht vollständig im städtischen Besitz.
  • Der Eigentümer der halben Platane möchten den Baum gerne erhalten.
  • Die Stadt Beckum kann nicht gewährleisten den Eigentümer umzustimmen oder das Verfahren einer Enteignung zu gewinnen.

ZEITRAUM DER BAUMASSNAHMEN
  • Längere Bauzeit durch tiefgreifende Baumaßnahmen (unnötige Neupflasterung und Erhöhung der Tragfähigkeit der Fläche)
  • Längere Bauzeit durch tiefgreifende Baumaßnahmen welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu archäologischen Funden führen.
  • Der Marktplatz ist zentraler Drehpunkt der Fußgänger aller 3 Einkaufsstraßen (ohne ihn Weststraße nicht befahrbar). Der Zeitfaktor der Fertigstellung wird ein nicht zu verachtender Wirtschaftsfaktor sein, nicht nur für die Unternehmen am Marktplatz.
  • Eine Aufwertung des Marktplatzes zum Wohlfühlen und Verweilen ist gewünscht, um ortsansässige Unternehmen zu stärken. Dies wird unseres Erachtens aber nicht durch die angestrebte Variante erzielt.

„Ja“ – Fortschritt ohne sinnlosen Kahlschlag

Unser Flyer zum Bürgerentscheid vom 8. Juli 2018.
Die Inhalte sind noch immer aktuell:

AKTUELLES VOM MARKTPLATZ

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister …“

Uns erreichte ein Brief an den Bürgermeister von den Eigentümern am Marktplatz Beckum mit der Bitte zur Veröffentlichung. "Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir, die Eigentümer am Marktplatz Beckum, bedanken uns freundlich für Ihre Kaufangebote zu unseren Teilflächen...

mehr lesen

SPENDEN

Auf wenigen Schultern ruht nun viel ehrenamtliche Arbeit und auch finanzieller Einsatz um unser Anliegen bekannt zu machen, die Fakten flächendeckend zu veröffentlichen und möglichst viele Menschen zu bewegen, sich mit der Thematik zu beschäftigen.

Auch nach dem Bürgerentscheid möchten wir weiter aktiv bleiben. Unter anderem haben wir unsere beliebten Postkartenmotive vom Marktplatz neu aufgelegt und verkaufen diese gegen eine Spende von 1,50 EUR. Erhältlich sind die Beckumer Postkarten bei Lotto und Tabakwaren Heimann, Markt 7 sowie bei Design & Blume, Weststr. 27.

Auch mit einer kleinen Spende können Sie uns zur Seite stehen.

Name: Rainer Linden
IBAN: DE12 4128 0043 0552 0988 02
BIC: DRESDEFF413
Verwendungszweck: Bürgerbegehren/Bürgerentscheid

KONTAKT

Ihr Ansprechpartner der Initiative

„Rettet den Marktplatz“

Rainer Linden
Telefon: 015111984469
E-Mail: lindenr@mac.com

Dr.-Lönne-Str. 26
59269 Beckum

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